Was sollte mein Franchise-Handbuch unbedingt beinhalten?

Ein Franchise-Handbuch enthält das gesamte Know-how, das der Franchisepartner zur erfolgreichen Entwicklung seines Franchisbetriebes braucht. Je nach Franchisesystem gliedert sich das Handbuch in Systembeschreibung und Betriebsmethoden. In einem guten Franchise-Handbuch findet man alle Erfolgsprozesse, von der Kundengewinnung über die Kundenbedienung- und -bindung nach dem jeweils aktuellen Kenntnisstand. Es ist klar zu erkennen, was eine Richtlinie und was eine Empfehlung des Franchise-Gebers ist. Die Antworten auf wiederkehrende Fragen der Netzwerkmitglieder sollten sich im Handbuch wiederfinden. Es dient dem Franchise-Partner somit als eine Art Betriebsanleitung für den Aufbau und die Führung seines eigenen Franchise-Unternehmens. Dabei ist es wichtig, dass Franchise-Handbücher systemtypisches Know-how und systemtypische Anforderungen vermitteln und nicht nur allgemein zugängliches Wissen abbilden, welches z. B. auch in Fachbüchern oder im Internet zu finden ist.

Welche Software / Contentmanagementsystem verbirgt sich hinter dem  Online-Handbuch-Tool?

Wir programmieren unsere Handbücher mit joomla. Joomla ist ein Redaktionssystem und open source Software. Das heißt Sie zahlen keine laufenden Lizenzgebühren, werden aber trotzdem stets mit Updates versorgt. Joomla ist mit dem Fokus auf Onlinegemeinschaften entwickelt worden und ermöglicht das managen zahlreicher Benutzergruppen -und ebenen. Neben der Nutzung einer Kommentarfunktion (kein Forum), können Sie jederzeit Individuelle Änderungen und Anpassungen vornehmen, sowie Videos und Fotos integrieren und Dokumente zum Download bereitstellen.

Gibt es rechtliche Vorschriften, die ein Franchise-Handbuch zwingend erforderlich machen?

Ein Franchisegeber ist zur Bereitstellung und Vermittlung seines Know-Hows laut Europäischer Gruppenfreistellungsverordnung verpflichtet, weil seine Franchiseverträge gewerbliche Schutzrechte beinhalten und somit gegen das Kartellrecht verstoßen und verboten werden können, Es wird grundsätzlich vermutet, dass mit dem Franchisevertrag der Wettbewerb eingeschränkt werden soll, beispielsweise durch Preisbindungen, territoriale Beschränkungen, Wettbewerbsverbote oder Bezugsbindungen. Wie der Name schon sagt, stellt die Verordnung bestimmte Gruppen von diesen Vereinbarungen frei. Franchisesysteme sind per Definition vertikal aufeinander abgestimmt und unterliegen damit „eigentlich“ dem Kartellverbot. Durch die Freistellungsverordnung dürfen sich Franchisegeber und -nehmer innerhalb eines Systems aufeinander abstimmen. Ein Franchisesystem ist vom Kartellverbot dann freigestellt und kann auch nicht mit einem Bußgeld geahndet werden, wenn der Know-How-Geber (Franchisegeber) sein Know-How dokumentiert und allen seinen Lizenzpartnern zur Verfügung stellt..